In der letzten Sitzung des Mindelheimer Stadtrats Ende Juli wurde die zukünftige Ausrichtung der städtischen Klimaschutzarbeit beraten. Im Mittelpunkt standen die Neuorientierung des kommunalen Klimaschutzmanagements sowie die Vorbereitung einer Zertifizierung. Die Diskussion verlief engagiert und brachte unterschiedliche Positionen zum Ausdruck.

Die Lokalzeitung berichtete anschließend über die Debatte und zitierte dabei auch die beiden AfD-Stadträte Johann Wesselak und Christian Sedlmeir. Wesselak kritisierte die geplanten Maßnahmen als „Klima-Hokuspokus“ und stellte die Kosten in Relation zu den jüngst erhöhten Gebühren für die Mittagsverpflegung in städtischen Einrichtungen. Die Zeitung schrieb weiter, Stadtrat Sedlmeir stelle den Klimawandel „generell infrage“.

Diese Darstellung weist Sedlmeir entschieden zurück. In einem Schreiben an die Autorin des Artikels betont er, dass seine Äußerungen im Stadtrat anders gemeint und anders formuliert gewesen seien. Er habe – so Sedlmeir – ausdrücklich auf historische Wetterdaten hingewiesen und die Jahre 1904, 1911, 1921 und 1953 genannt, in denen Deutschland ebenfalls über längere Zeit extreme Hitzeperioden und außergewöhnlich niedrige Wasserstände erlebt habe. Diese Informationen seien öffentlich zugänglich und belegbar.

Sedlmeir führt weiter aus, er habe der Journalistin angeboten, die entsprechenden Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Dies sei jedoch mit dem Hinweis abgelehnt worden, man wolle „nicht so tief in das Thema einsteigen“. Seine zentrale Aussage sei gewesen, dass man bei der Bewertung klimatischer Entwicklungen alle verfügbaren Zahlen und Fakten berücksichtigen müsse. Diese Passage sei im offiziellen Sitzungsprotokoll dokumentiert.

Vor diesem Hintergrund fragt Sedlmeir in seinem Schreiben, warum seine Position im Artikel nicht korrekt wiedergegeben worden sei. Mehrere Bürger hätten ihn bereits auf die Darstellung angesprochen, weshalb er den Sachverhalt jeweils richtiggestellt habe.