Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes, wird in den germanischen Gebieten (Bajuwaren, Alemannen, …) seit der Christianisierung im 7.–9. Jahrhundert gefeiert. Dieses Fest hat also eine jahrhundertelange Geschichte, tief verwurzelt in unserem christlichen Erbe, das uns innerlich und äußerlich stark gemacht hat und das nun viele Deutsche leichtfertig über Bord werfen.

Und das in einer Zeit, in der Traditionen immer stärker unter Druck geraten und Werte bis zur Unkenntlichkeit relativiert oder gar ins Gegenteil verkehrt werden!

Das Pfingstfest hat einen Teil seiner Wurzeln im jüdischen Ernte‑ und Gesetzesfest (Schawuot). Als Jesus’ Jünger das Pfingstereignis erlebten, war gerade Schawuot.

Jerusalem war voller Pilger aus vielen Ländern – deshalb erzählt die Apostelgeschichte, dass „jeder sie in seiner Sprache verstand“.

Für die Christianisierung Süddeutschlands waren im Wesentlichen verantwortlich:

Kolumban, Gallus, Bonifatius (675 – 754), Willibald, Rupert von Salzburg, Emmeran von Regensburg. Unterstützt wurden sie dabei von den weltlichen Herrschern wie z.B. Herzog Tassilo III. von Bayern.

In diesem Sinne wünschen wir allen frohe, besinnliche und erholsame Pfingsttage.

Und vergessen Sie bitte nicht: In einer Zeit voller geistiger Verwirrung haben wir den Heiligen Geist nötiger denn je.